Entstehung 8-Minutes Interview Jan-Henrik


Jan-Henrik Schröter (42), Gründer des Start-ups 8-Minutes, war 20 Jahre lang in den verschiedensten Wirtschafts-unternehmen tätig. Ende 2015 bemerkte er, dass seine Tätigkeit ihn nicht mehr erfüllt. Die immer wiederkehrenden, sehr oft statischen und unbeweglichen Prozesse schränkten ihn nicht nur ein, sondern belasteten seinen Geist und seinen Körper. Auf der Suche nach alternativen Lösungen, wie die Arbeit zwischen Menschen ganzheitlich und gesünder gestaltet werden kann, wollte er eine neue Art des Arbeitens entwickeln. Mit dieser Motivation gründete er 8-Minutes.

Welche Erfahrungen waren ausschlaggebend für die Entwicklung eines neuen Konzepts?

Viele kommen an den Punkt, an dem einem die Arbeit über den Kopf wächst und ein Berg von Zeug sich stapelt. So auch bei mir im Jahr 2016. Ich habe mir die Frage gestellt:

Wie kann ich all das schneller strukturiert bekommen, ohne mich selbst zu frustrieren?

Wenn ich einen Überblick habe, geht es mir besser, ich bin stressfreier und kann handeln. Ich habe jedoch keine Anwendungen gefunden, die mir bei meinem Vorhaben richtig weiterhelfen konnten.

So ist im ersten Schritt 8-Minutes-to-Structure entstanden, weil ich gesagt habe, ich muss Tools und insbesondere Methoden entwickeln, um die vielen Dinge zu strukturieren, für mich persönlich. Außerdem soll es schnell und leicht sein und mir Energie geben.

So bin ich mit dem Thema Selbstorganisation gestartet.

Wie kamst du auf den Namen 8-   Minutes und was verbirgt sich dahinter?  

Das war einfach eine schöne Zahl (lacht). Kopf leeren, dann strukturieren. Wenn man schnell und geübt ist, braucht man vielleicht auch weniger als 8 Minuten, aber eine Runde Zahl ist schöner. In 8 Minuten den Kopf aufräumen.

Welche Standbeine hat das Start-up?

Ursprung war 8-Minutes-to-Structure, Tools und Methoden, ich muss aus dem Stress herauskommen. Das ist der Gesundheitsfokus.

Der nächste Schritt war „Zurück zum Ursprung“. Natürliche Fähigkeiten und menschliche Eigenschaften in der Zusammenarbeit von Generationen aktiv für Veränderungen nutzen.

Aus 8-Minutes-to-Structure wurde 8-Minutes. Künstler, Psychologen und IT-Experten wurden ins Team geholt. Aus der Entwicklung mit dem Team resultieren folgende Standbeine: 8-Minutes-to-Structure und 8-Minutes-Office.

Um beides erlebbar zu machen, musste ein entsprechender Ort geschaffen werden.

So entstand das 8-Minutes Concept Office. Ein Ort, an dem alle Lösungen ganzheitlich anwendbar sind:

die Arbeitsmethodik „Mensch als Grundlage“

die Kombination aus analogen Tools und digitalen Anwendungen

eine wandelbare Raumarchitektur auf Basis agiler Arbeitsprozesse

 

Welche Zielgruppen sollen angesprochen werden?

Im ersten Schritt Pionierunternehmen, die mutig sind und Bereitschaft zeigen, Neues anzupacken:

Digitale- und Offline-Arbeit mit allen Generationen strukturiert zu kombinieren. Eine höhere gesunde Produktivität freizusetzen und Veränderungen bei den Erlösmodellen voranzutreiben.

Büros mit meist hohem Kosteneinsatz wandlungsfähiger und damit effizienter zu nutzen. Ein besseres Kosten-/Nutzenverhältnis zu erzielen und die Räumlichkeiten als Innovationsmotoren einzusetzen.

Des Weiteren möchten wir auch junge Generationen ansprechen, die ihren Weg in die Arbeitswelt finden wollen. Dabei geht es neben dem Erlernen von praktischen Herangehensweisen für Problemlösung oder dem Aufbau von Selbstorganisations-Kompetenz auch um die Möglichkeit, ein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten und Zukunftspotentiale zu schaffen.