4 Tipps für die Optimierung Eurer Meetings – Tipp Nr. 1


Probleme über Probleme und jeder sucht sie, die einzig wahre Lösung. Dabei hat alle Welt DIE Idee und behält damit natürlich auch IMMER Recht. Andere Möglichkeiten werden erst gar nicht richtig angehört, sondern nur mit den eigenen Worten überquasselt. Wer soll sich das nur alles merken, die vielen Worte, sintflutartigen Tabellen und Zahlen? Und was passiert erst, wenn in einer Gruppe JEDER Recht hat? Welcher Weg soll nun gegangen werden?

8-Minutes-to-Structure hat 4 hilfreiche Tipps, die den Arbeitsalltag und im Speziellen die Meetingkultur vereinfachen und harmonisieren.

Ich habe eine Idee vs. Ich denke etwas Neues
Ich habe Recht vs. Jeder hat seine Wahrheit
Reden, Denken, Reden vs. Zuhören und Atmen
Tabellen und Text vs. Bilder und Visualisierung

Mit der Anwendung dieser unkomplizierten Tipps ändert sich der Ablauf Eurer Meetings schlagartig. Durch einen harmonisierten Umgang und in einer entspannten, weniger verbissenen Atmosphäre steigt die Effizienz und die Zusammenarbeit deutlich.

Tipp Nr. 1
Ich habe eine Idee vs. Ich denke etwas Neues

Der Mensch neigt häufig dazu, sich in Gruppen beweisen zu müssen und Dinge in Besitz zu nehmen. Dabei spielt der Egoismus eine nicht allzu kleine Rolle. Ein besonders gutes Beispiel dafür ist „Ich habe eine Idee“. Grundlegend wird hier von einem Fehler des Sprachgebrauchs gesprochen.

Eine Idee kann nicht besessen werden, es handelt sich dabei vielmehr um ein Erlebnis. Der Sprachgebrauch „haben“ kann somit nur auf Dinge und nicht auf Prozesse bezogen werden. Forscher bezeichnen diesen Neologismus auch als einen Sprachzerfall beziehungsweise sogar als eine Verhunzung des Deutschen.

Gleichzeitig ist diese Profilierung nicht sonderlich förderlich für den Teamgeist. Bei dem falschen Sprachgebrauch stellt sich der „Ideen-Haber“ über sein Gegenüber, da er die rettende Idee bringt, ist er so zu sagen der „Held der Situation“.

Eine völlig andere Wirkung erhält der Satz, wenn die in besitzgenommene Idee alternativ durch den Satz „Ich denke etwas Neues“ ersetzt wird. Dabei verliert die egoistische Komponente wesentlich an Gewicht. Bei dieser Formulierung wird deskriptive Linguistik verwendet, sodass der Ausdruck im Sinne einer Lösung steht. Nun besteht weniger ein Nachdruck der Ich-Komponente und mehr ein Ausdruck einer hilfreichen Lösung, eines Miteinanders.

Schon im Altgriechischen wurde eine Idee auch als ein Gedanke, beziehungsweise eine Lösung bezeichnet. Damit ist die „Ich denke etwas Neues“ -Variante gar nicht allzu weit hergeholt.

Zudem fällt es uns mit diesem Ausdruck leichter loszulassen, denn ein Besitztum möchte niemand verlieren, einen Gedanken hingegen können wir einfach und schmerzfrei gehen lassen, wenn eine bessere Alternative auf den Tisch kommt.

Für eine produktive Zusammenarbeit empfehlen wir Euch, alles „Neue“ an einer Gedankenwand zu sammeln und festzuhalten. Die Frage, wer letztendlich Recht behält, klären wir im zweiten Teil dieser Blogreihe.


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